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Eine Standortbestimmung mit Hermann Hesses Glasperlenspiel

Anna findet ein Buch. Nicht irgendwo: natürlich neben dem Scanner im Supermarkt, da wo eben Sachen gefunden werden. Sie weiß, wem es gehört und nimmt es mit. Klar, damit es nicht verloren geht. Es ist dick. Es spielt in der Zukunft und beschreibt den Lebensweg von Josef Knecht. Also eine Biografie, obwohl … es geht eigentlich vielmehr um viel mehr ...

"So langsam beginne ich zu verstehen. Das Spiel. In dem Spiel geht es darum, Dinge aus ganz unterschiedlichen Bereichen irgendwie miteinander zu verknüpfen. So etwas habe ich auch immer gerne gemacht. Dinge zu finden, die irgendwie zusammen passen. Auch wenn man es erst gar nicht vermutet. Auch wenn es erst absurd erscheint. Doch genau darum geht es in dem Glasperlenspiel. Es ist eine eigene Sprache, mit eigenen Zeichen und Symbolen. Im Glasperlenspiel gibt es mehr Zeichen als Chinesische Schriftzeichen. Die muss man erst alle lernen. Und das Spiel erfüllt auch gar keinen Zweck. Das ist eine reine Logelei.“

Ein unendlich(es) menschliches Spiel in einer kleinen Welt - Kaum ein Autor hinterlässt in den Seelen seiner Leser so tiefe Spuren wie Hermann Hesse. Anlässlich seines diesjährigen 50. Todesjahres entstand die Idee zu diesem Stück. Die junge Frau Anna geriet an Hermann Hesses letzten Roman: Das Glasperlenspiel. Zuweilen absurd, verbringt Anna eine Nacht mit dem Glasperlenspiel und reflektiert ihr eigenes und das menschliche Leben. Dabei findet sie ihre eigenen kleinen Wahrheiten und Erkenntnisse, an denen die ZuschauerInnen in voyeuristischer Weise teilhaben können.

Das Glasperlenspiel in seiner Komplexität wird dabei durch eine musikalische Untermalung emotional erlebbar.

Mitwirkende

Uraufführung

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